Rechenlot Baurechner & Baulexikon

Indikation Fundamenttyp

Gibt eine Indikation für einen passenden Fundamenttyp auf Basis der Tragfähigkeitsausnutzung, der Setzungsempfindlichkeit und der Größenordnung des Fundaments. Das Tool unterstützt Entwurfsabwägungen in der frühen Entwurfsphase und gibt eine Richtung für die Fundamentwahl vor, ohne eine projektspezifische Fundamentberatung zu ersetzen.

Stand: 03.11.2026

EINGABEN

%

Welchen Anteil des zulässigen (Bemessungswert) Bodendrucks du ausnutzt: auftretender Druck geteilt durch zulässigen Druck x 100. Zum Beispiel 120 kPa auf 160 kPa = 75 %. Bestimme dies mit Kontrolle der mittleren Bodenspannung.

Deine Einschätzung der erwarteten Setzung aus Sondierung oder Baugrunderkundung. Anhaltspunkt: für gewöhnliche Gebäude ist bis etwa 50 mm Gesamtsetzung oft akzeptabel (DIN EN 1997-1 Anhang H). Weicher Ton oder Torf in der obersten Schicht bedeutet meist eine große Setzung.

m

Erforderliche oder gewählte Breite des Streifens oder des Einzelfundaments, zum Beispiel 1,2 m. Bestimme diese mit Erforderliche Fundamentbreite (Streifenfundament). Das Tool nennt die Breite in der Indikation, prüft sie aber nicht.

ERGEBNIS

Indikation Fundamenttyp
–
Flachgründung möglich bei Ausnutzung bis 100 % und geringer Setzung. Bei Setzung um 50 mm zuerst eine Setzungsberechnung. Bei Ausnutzung über 100 % oder Setzung deutlich über 50 mm: Pfähle oder Bodenverbesserung in Betracht ziehen.
Technische Erläuterung
–
Nennt das Kriterium, das die Wahl bestimmt: zuerst den Bodendruck (Ausnutzung über 100 % ist nicht ausreichend), dann die Setzung gegenüber etwa 50 mm aus DIN EN 1997-1 Anhang H.

Alle Angaben ohne Gewähr. Richtwerte ersetzen keine Fachplanung.

So rechnet der Indikation Fundamenttyp

Mit diesem Tool erhältst du in der frühen Entwurfsphase schnell eine Richtung für die Fundamentwahl: Flachgründung (Streifen- oder Plattenfundament) oder eine Alternative wie Pfähle. Du gibst drei Dinge ein. Die Ausnutzung ist der auftretende Bodendruck geteilt durch den zulässigen Bodendruck, in Prozent; diese ermittelst du mit Kontrolle der mittleren Bodenspannung oder Zulässiger Bodendruck. Die Setzungsklasse schätzt du aus Sondierungen oder Baugrunderkundung: Sandboden ergibt meist eine geringe Setzung, weicher Ton und Torf eine große. Die Breite ist die erforderliche Streifen- oder Fundamentbreite.

Das Tool prüft zwei Dinge: ob der auftretende Bodendruck innerhalb des zulässigen Bodendrucks bleibt (Ausnutzung bis 100 %) und wie sich die erwartete Setzung zu etwa 50 mm verhält. Die Breite steht zur Information in der Indikation. Als Anhaltspunkt für die Setzung gilt DIN EN 1997-1 (Eurocode 7) Anhang H: für gewöhnliche Gebäude mit Einzelfundamenten ist bis etwa 50 mm Gesamtsetzung oft akzeptabel, und eine relative Drehung bis 1/500. Dies ist keine Fundamentberatung. Wenn du eine Richtung gefunden hast, lass das Fundament von einem geotechnischen Berater und Tragwerksplaner nach DIN 1054 prüfen. Nächster Schritt: prüfe die Setzung mit Setzungsindikation Fundament oder bestimme die Breite mit Erforderliche Fundamentbreite (Streifenfundament).

Formeln

  • Klasse (1 = Flachgründung möglich, 2 = Setzung prüfen, 3 = Alternative) h_klasse = if(utilization > 100 || settlement_class == 3, 3, if(settlement_class == 2, 2, 1))
  • Breite als Text h_b_txt = concat(format(floor(round(foundation_width * 10, 0) / 10), '0'), ',', format(round(foundation_width * 10, 0) - 10 * floor(round(foundation_width * 10, 0) / 10), '0'))
  • Setzung als Text h_z_txt = if(settlement_class == 1, 'geringe Setzung', if(settlement_class == 2, 'mäßige Setzung', 'große Setzung'))
  • Indikation Fundamenttyp foundation_type_indicator = if(utilization <= 0 || foundation_width <= 0, 'Geben Sie eine Ausnutzung und eine Breite größer als 0 ein.', concat(if(h_klasse == 1, 'Flachgründung (Streifen- oder Plattenfundament) ist möglich', if(h_klasse == 2, 'Achtung: Eine Flachgründung ist möglich, wenn die berechnete Setzung akzeptabel ist', 'Ein alternatives Gründungskonzept (z. B. Pfähle oder Bodenverbesserung) sollte in Betracht gezogen werden')), '(Ausnutzung', format(round(utilization, 0), '0'), ' %, ', h_z_txt, ', Breite', h_b_txt, 'm).')) Flachgründung möglich bei Ausnutzung bis 100 % und geringer Setzung. Bei Setzung um 50 mm zuerst eine Setzungsberechnung. Bei Ausnutzung über 100 % oder Setzung deutlich über 50 mm: Pfähle oder Bodenverbesserung in Betracht ziehen.
  • Technische Erläuterung technical_note = if(utilization > 100, 'Nicht erfüllt: Der auftretende Sohldruck ist größer als der zulässige Sohldruck (Ausnutzung über 100 %).', if(settlement_class == 3, 'Erwartete Setzung deutlich über 50 mm, dem Wert, der nach DIN EN 1997-1 Anhang H bei üblichen Gebäuden häufig als akzeptabel gilt.', if(settlement_class == 2, 'Erwartete Setzung rund 50 mm (DIN EN 1997-1 Anhang H): Lassen Sie eine Setzungsberechnung durchführen.', 'Ausnutzung bis 100 % und erwartete Setzung deutlich unter 50 mm (DIN EN 1997-1 Anhang H).'))) Nennt das Kriterium, das die Wahl bestimmt: zuerst den Bodendruck (Ausnutzung über 100 % ist nicht ausreichend), dann die Setzung gegenüber etwa 50 mm aus DIN EN 1997-1 Anhang H.

Häufige Fragen

Was macht das Tool 'Indikation Fundamenttyp'?
Das Tool gibt eine Indikation für einen passenden Fundamenttyp.
Auf welcher Basis gibt das Tool eine Indikation für den Fundamenttyp?
Die Indikation basiert auf der Tragfähigkeitsausnutzung, der Setzungsempfindlichkeit und der Größenordnung des Fundaments.
Kann das Tool eine projektspezifische Fundamentberatung ersetzen?
Nein, das Tool ersetzt keine projektspezifische Fundamentberatung. Es unterstützt Entwurfsabwägungen in der frühen Entwurfsphase und gibt eine Richtung für die Fundamentwahl vor.