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BAUSTOFFE UND ROHSTOFFE

Korrosion

Korrosion ist die unerwünschte Zerstörung eines Materials durch chemische oder elektrochemische Reaktionen mit der Umgebung, wodurch Metalle ihre mechanischen Eigenschaften verlieren.

Stand: 05.11.2026

DEFINITION

Korrosion ist die unerwünschte Zerstörung eines Materials durch chemische oder elektrochemische Reaktionen mit Bestandteilen der Umgebung, wobei Metalle häufig ihre mechanischen Eigenschaften verlieren.

Beschreibung

Korrosion ist ein unerbittlicher Feind der gebauten Umwelt. Der Prozess wandelt Metalle in stabilere Verbindungen wie Oxide, Hydroxide oder Sulfide um, was in der Praxis auf Materialverlust und schleichende Schwächung hinausläuft. Stahl ist anfällig. Sobald Wasser und Sauerstoff freie Hand bekommen, beginnt die Oxidation. Im Bauwesen ist dies entscheidend; eine korrodierende Brücke verliert ihre Tragfähigkeit. Es geht über kosmetische Schäden hinaus. Elektrochemische Spannungsreihen bestimmen die Geschwindigkeit. Wenn zwei unterschiedliche Metalle in einer feuchten Umgebung einander berühren, opfert sich das unedlere Metall auf. Das nennt man galvanische Korrosion. Es ist ein chemischer Kampf, der kontinuierlich weitergeht, oft unsichtbar hinter Fassaden oder tief im Kern einer Betonkonstruktion.

Der Korrosionsprozess in der Praxis

Der Prozess beginnt oft unsichtbar. Eine mikroskopisch dünne Feuchtigkeitsschicht auf der Materialoberfläche genügt, um den elektrochemischen Kreislauf zu schließen. Es entstehen lokale Spannungsunterschiede, die zur Bildung einer Anode und einer Kathode führen. An der Anode treten Metallionen aus dem Kristallgitter aus; sie lösen sich schlicht in der umgebenden Flüssigkeit. Gleichzeitig findet an der Kathode eine Reduktion statt, bei der Sauerstoff aufgenommen wird, während die Elektronen unaufhörlich durch das Metall von einem zum anderen Pol wandern.

In diesem flüssigen Milieu reagieren die gelösten Metallionen weiter mit den vorhandenen Sauerstoff- oder Hydroxidionen. Die Bildung von Korrosionsprodukten ist das physische Ergebnis. Bei eisenhaltigen Metallen kristallisiert dies als eine poröse, voluminöse Masse aus, die die Struktur von innen heraus zerrütten kann. Die Geschwindigkeit dieser Interaktion hängt eng mit der Leitfähigkeit des Elektrolyten und der fortwährenden Zugänglichkeit von Sauerstoff an der Materialoberfläche zusammen. Je höher die Konzentration an Salzen oder Säuren in der Feuchtigkeit, desto schneller verläuft der Abbau.

Das Verhältnis zwischen der Oberfläche der Anode und der Kathode bestimmt die Intensität des lokalen Angriffs; eine kleine Anode gegenüber einer großen Kathode führt zu tiefer Lochfraßkorrosion.

Bei Materialien wie Kupfer oder Zink kommt die Reaktion häufig auf natürliche Weise zum Stillstand. Hier bildet sich eine stabile, dichte Patinaschicht, die das darunterliegende Metall wirksam von der Außenwelt abschirmt. In Betonkonstruktionen verläuft der Prozess subtiler. Die hohe Alkalität des Betons sorgt normalerweise für eine Passivierungsschicht um die Bewehrung. Sobald durch Karbonatisierung oder das Eindringen von Chloriden dieser chemische Schutz wegfällt, setzt die Oxidation dennoch ein. Die Volumenvergrößerung des gebildeten Eisenoxids übt dann einen enormen Druck auf den umgebenden Beton aus, was schließlich zum Abplatzen der Betondeckung führt.

Ursachen der Metallzerstörung

Der Einfluss der Umgebung

Korrosion entsteht nie von selbst aus dem Nichts. Feuchtigkeit ist der primäre Auslöser. Ohne einen Elektrolyten, oft eine dünne Schicht aus Kondensat oder Regenwasser, ruht die elektrochemische Reaktion. Die chemische Zusammensetzung dieser Feuchtigkeit bestimmt die Aggressivität des Angriffs. In Küstengebieten sorgen schwebende Salzpartikel, die Chloride, für einen beschleunigten Abbau, indem sie die elektrische Leitfähigkeit des Wassers erhöhen. Industrielle Emissionen wie Schwefeldioxid wirken ebenfalls katalysierend. Diese Gase lösen sich im Regenwasser und bilden Säuren, die die natürlichen Schutzschichten der Metalle direkt angreifen.

Konstruktionsfehler spielen eine oft unterschätzte Rolle. Spaltkorrosion entsteht in engen Öffnungen zwischen zwei Oberflächen, in denen Wasser durch Kapillarwirkung festgehalten wird. Hier entsteht ein sauerstoffarmes Milieu, das stark von der übrigen Oberfläche abweicht. Das Ergebnis? Ein lokal beschleunigter Abbau, der von außen kaum sichtbar ist. Auch das direkte Verbinden unterschiedlicher Metalle, etwa Aluminium an Kupfer, erzwingt eine Reaktion, bei der das unedlere Metall beschleunigt geopfert wird.

Beton und Karbonatisierung

Bei Stahlbeton liegt die Ursache tiefer. Beton ist von Natur aus alkalisch, was den Stahl schützt. Allerdings dringt Kohlendioxid aus der Atmosphäre langsam in die Poren des Betons ein. Dieser als Karbonatisierung bezeichnete Prozess senkt den pH-Wert des Betons rund um die Bewehrung. Sobald die Alkalität unter eine kritische Grenze sinkt, wird die Passivierungsschicht des Stahls instabil und die Oxidation bekommt freie Bahn.

Folgen für die Konstruktion

Verlust der Tragfähigkeit

Die Auswirkung ist selten auf das Aussehen beschränkt. Die kritischste Folge ist die Reduzierung des effektiven Querschnitts. Weniger Material bedeutet schlicht weniger Festigkeit. Ein Stahlträger, der durch abplatzenden Rost einen Bruchteil seiner Dicke verliert, verliert direkt an konstruktiver Sicherheit. Bei Zugstangen oder dünnwandigen Profilen kann dies zu plötzlichem Bruch oder Knicken führen. Die Steifigkeit der gesamten Struktur nimmt ab. Durchbiegungen werden sichtbar. Die Integrität gerät ins Wanken.

Expansion und Betonfraß

In Betonkonstruktionen verursacht Korrosion eine zerstörerische Kettenreaktion. Eisenoxid nimmt ein erheblich größeres Volumen ein als der ursprüngliche Stahl; der Faktor kann bis zu sechs oder sieben betragen. Diese Volumenvergrößerung erzeugt enorme interne Druckspannungen, die der umgebende Beton nicht aufnehmen kann. Das Ergebnis ist unvermeidlich. Zuerst entstehen Risse parallel zu den Bewehrungsstäben. Danach drückt die rostende Bewehrung die Deckung buchstäblich ab. Dieses Phänomen, im Volksmund Betonfraß, legt den Stahl vollständig der Außenluft aus, wodurch der Abbau in eine exponentielle Beschleunigung gerät.

Funktionale Mängel

Neben konstruktivem Versagen führt Korrosion zu betrieblichen Problemen. Zu denken ist an:

  • Leckagen in Leitungen durch punktförmige Perforationen (Lochfraß).
  • Blockieren beweglicher Teile wie Scharniere oder Absperrventile.
  • Verlust der Luftdichtheit in Fassadensystemen.
  • Ästhetische Verunreinigungen durch Roststreifen auf darunterliegendem Mauerwerk oder Naturstein.

Erscheinungsformen der chemischen Zerstörung

Im Bauwesen ist Korrosion selten ein gleichmäßiges Phänomen. Man spricht oft von 'Rost', doch das ist streng genommen eisenhaltigen Metallen vorbehalten. Die vorhersehbarste Variante ist die gleichmäßige Korrosion. Hierbei wird die gesamte Oberfläche im gleichen Tempo angegriffen. Sie ist messbar. Sie ist berechenbar. Konstrukteure können darauf reagieren, indem sie eine Überdimensionierung der Stahldicke wählen.

Tückischer ist die Lochfraßkorrosion (Pitting). Kleine, tiefe Löcher bohren sich in das Metall. Oft durch die Einwirkung von Chloriden. An der Oberfläche scheint wenig los zu sein, doch die Tiefe der Grübchen kann die strukturelle Integrität eines dünnwandigen Profils oder einer Leitung rasend schnell untergraben. Es ist ein lokaler chemischer Prozess, bei dem der Boden des Lochs als Anode und der Rest des Metalls als Kathode fungiert.

Dann gibt es noch die Spaltkorrosion. Sie tritt in engen Räumen auf, in die Flüssigkeit eindringen kann, in denen die Erneuerung des Sauerstoffs aber minimal ist. Zu denken ist an Flanschverbindungen, Überlappungen von Verblechungen oder den Raum unter einer losen Dichtung. Der Sauerstoffmangel im Spalt macht das Metall dort aktiver, was zur beschleunigten Auflösung führt. Das Metall frisst sich von innen heraus auf.

Galvanische Kopplung und Spannung

Setzen Sie niemals einfach zwei verschiedene Metalle aneinander. Das ist die goldene Regel. Galvanische Korrosion entsteht, wenn ein edles Metall (wie Kupfer) in einer feuchten Umgebung mit einem weniger edlen Metall (wie Zink oder Stahl) in Kontakt kommt. Es entsteht eine natürliche Batterie. Das weniger edle Metall wird zur Opferanode und löst sich beschleunigt auf.

Spannungsrisskorrosion ist eine andere Gefahr. Sie ist eine Kombination aus mechanischer Zugspannung und einem spezifischen korrosiven Milieu. Edelstahlbauteile in Schwimmbädern sind berüchtigt. Die Anwesenheit von Chlordämpfen in Kombination mit inneren Spannungen im Stahl kann zu plötzlichem, sprödem Bruch führen. Keine Vorwarnung. Keine sichtbare Rostbildung. Einfach ein Knacken.

TypMerkmalTypischer Ort
ZinkweißrostWeiße, pulverartige AblagerungFrisch verzinkter Stahl bei mangelnder Belüftung
Interkristalline KorrosionAngriff entlang der KorngrenzenFehlerhaft ausgeführte Schweißnähte in austenitischem Edelstahl
StreustromkorrosionElektrochemische ZersetzungLeitungen in der Nähe von Straßenbahnlinien oder Gleichstromanlagen

Oft besteht Verwechslung zwischen Korrosion und Erosion. Erosion ist rein mechanischer Verschleiß durch Strömung oder Reibung. Erosionskorrosion ist die tödliche Kombination: Die Strömung einer Flüssigkeit scheuert die schützende Oxidhaut ab, woraufhin die chemische Korrosion sofort wieder auf das frische Metall einwirkt. Ein Teufelskreis des Abbaus.

Korrosion in der täglichen Baupraxis

Ein Laubengangwohnhaus aus den siebziger Jahren. Die Unterseite der auskragenden Betondecken zeigt unregelmäßige, braune Flecken. Das ist der Vorbote. Kurz darauf brechen die ersten Betonschollen los und die rostige Bewehrung liegt frei. Dies ist Betonfraß in seiner erkennbarsten Form; die Volumenvergrößerung des Stahls drückt die Konstruktion buchstäblich kaputt.

In einem Technikraum wird eine neue kupferne Trinkwasserleitung direkt an ein altes, verzinktes Stahlrohr angeschlossen. Ein klassischer Fehler. In absehbarer Zeit entsteht eine Leckage, genau an der Stelle, wo die Metalle einander berühren. Die natürliche Batterie ist aktiviert. Das unedle Stahl löst sich zugunsten des edlen Kupfers auf. Galvanische Korrosion in Aktion.

Denken Sie an eine Stahlaußenbeschichtung, die durch einen kleinen Kratzer durchbrochen wird. In einem Küstengebiet ist dies fatal. Die salzige Seeluft frisst sich einen Weg unter die Lackschicht. Was als kleine Blase beginnt, endet als ablösende Schuppe mit tiefer Lochbildung darunter. Das Metall ist dort lokal viel dünner geworden, oft unbemerkt unter der verbleibenden Farbschicht.

Ein Edelstahlhandlauf bei einem Hallenbad scheint sicher. Keine braunen Flecken. Keine Schuppen. Dennoch kann eine Schraube plötzlich ohne jede Vorwarnung abbrechen. Mikroskopisch kleine Risse, genährt von Chlordämpfen und innerer mechanischer Spannung, haben das Material von innen ausgehöhlt. Dies ist die Tücke der Spannungsrisskorrosion: visuell perfekt, konstruktiv eine Zeitbombe.

Betrachten Sie die Unterseite einer Stahlbrücke. Wo Schrauben und Muttern zusammenkommen, bleibt oft lange Feuchtigkeit in den engen Fugen stehen. Das Wasser kann nicht abfließen. Der Sauerstoff geht zur Neige. Während die flachen Teile der Brücke noch ordentlich gestrichen sind, frisst die Spaltkorrosion die Verbindungen weg. Eine versteckte Gefahr, die Inspektoren zwingt, gerade auf diese verborgenen Ecken zu achten.

Konstruktive Sicherheit und die Sorgfaltspflicht

Das Gesetz kennt keine Chemie

Sicherheit ist keine Empfehlung. Die Musterbauordnung (MBO) und die Landesbauordnungen (LBO) fordern unerbittlich, dass eine Konstruktion während der gesamten Lebensdauer grundlegende Festigkeitsanforderungen erfüllt. Korrosion ist dabei die kritischste Variable. Die Sorgfaltspflicht des Bauherrn und Gebäudeeigentümers bildet die rechtliche Grundlage. Wer die Oxidation ignoriert, bis die konstruktive Integrität ins Wanken gerät, verstößt gegen das Recht. Ein entscheidender Begriff für den Gebäudeeigentümer. Er zwingt zu vorbeugender Wartung und rechtzeitiger Instandsetzung. Vernachlässigung ist rechtlich unhaltbar, wenn die öffentliche Sicherheit betroffen ist.

Normative Beherrschung und Umgebungsklassen

DIN-Normen übersetzen die allgemeine gesetzliche Pflicht in harte Technik. DIN EN ISO 12944. Dies ist das Standardwerk für den Schutz von Stahlkonstruktionen durch Beschichtungssysteme. Die Norm verwendet Korrosivitätskategorien, die von C1 für trockene Büroumgebungen bis CX für die rauen Bedingungen auf offener See reichen. Es ist keine unverbindliche Empfehlung.

  • DIN EN 1992 (Eurocode 2): Schreibt die Mindestbetondeckung zur Vermeidung von Bewehrungskorrosion vor.
  • DIN EN 206: Definiert Umgebungsklassen wie XC (Karbonatisierung) und XS (Seewasser).
  • DIN EN 1090: Stellt Anforderungen an die Ausführung von Stahlkonstruktionen, einschließlich der Oberflächenbehandlung.

Für Betonkonstruktionen ist die Umgebungsklasse maßgeblich für die Bemessung. Eine fehlerhafte Einschätzung des Chlorideindringens (Klasse XD) führt direkt zu einer Konstruktion, die die Eurocode-Anforderungen nicht erfüllt. Entwurfsentscheidungen sind damit untrennbar mit rechtlicher Haftung verbunden. Die Normen erzwingen einen beherrschbaren Prozess; vom ersten Entwurf bis zur letzten Inspektionsrunde.

Vom unvermeidlichen Verfall zur beherrschbaren Chemie

Der Kampf gegen Korrosion ist so alt wie die Verwendung von Metallen selbst. Bereits in der Antike bemerkten Handwerker, dass sich Eisen an der Außenluft in eine spröde, braune Substanz verwandelte. Aristoteles schrieb darüber. Plinius der Ältere nannte es ferrum corruptum. Man sah es damals als unvermeidlichen natürlichen Verfall, eine Art biologischen Abbau des 'unreinen' Metalls zurück zu seinem irdischen Ursprung. Erst während der Industriellen Revolution, als Gusseisen und später Schmiedeeisen die Holzkonstruktionen ersetzten, wurde der wirtschaftliche Schaden wirklich spürbar. Brücken stürzten ein. Maschinen blockierten. Das Problem verlangte nach einer wissenschaftlichen Erklärung.

Der große Durchbruch kam im neunzehnten Jahrhundert. Michael Faraday legte die Grundlagen der Elektrochemie. Er verstand, dass Metallzerstörung kein einfaches 'Verrotten' war, sondern eine Verschiebung von Elektronen. 1824 experimentierte Sir Humphry Davy bereits mit dem Schutz kupferner Schiffsrümpfe durch das Anbringen von Zinkblöcken. Die Geburt des kathodischen Schutzes. 1837 patentierte Stanislas Sorel das Verzinken von Stahl, eine Technik, die den Bausektor grundlegend veränderte. Plötzlich konnten Stahlelemente Jahrzehnte in der Außenluft bestehen, ohne direkt wegzuzehren.

Das zwanzigste Jahrhundert und die harten Lehren des Betons

Aufstieg der Legierungen und Normung

Um 1913 entdeckte Harry Brearley zufällig den rostfreien Stahl (Edelstahl). Eine Revolution für die Industrie. Die Zugabe von Chrom sorgte für eine selbstheilende Oxidhaut, wodurch der Bausektor endlich ein Material hatte, das wirklich gegen aggressive Milieus beständig war. Gleichzeitig begann die Normierung. Man begann, Korrosivitätsklassen zu definieren. Es war kein Daumenpeilen mehr. Konstrukteure lernten, dass die Umgebung die Lebensdauer bestimmte.

Im deutschen Kontext war die Nachkriegszeit entscheidend. Der Wiederaufbau verlangte nach Geschwindigkeit. Stahlbeton wurde zum Standard. Der allgemeine Konsens? Beton schützt Stahl durch seinen hohen pH-Wert für die Ewigkeit. Eine Fehleinschätzung. In den siebziger und achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts folgte die Ernüchterung. Große Infrastrukturbauwerke und Wohnungsbauprojekte zeigten vorzeitige Schäden. Betonfraß wurde zum Volksbegriff. Die Einführung von Streusalzen auf Straßen und die zunehmende CO2-Konzentration in den Städten erwiesen sich als schneller abbrechend für die Passivierungsschicht der Bewehrung als gedacht. Dies führte zu einer radikalen Überarbeitung der Bauvorschriften. Die Anforderungen an die Betondeckung wurden strenger. Die Umgebungsklassen aus der DIN EN 206 sind das direkte Ergebnis dieser harten, historischen Lehren. Wir bauen heute nicht mehr mit der Hoffnung auf Ewigkeit, sondern mit einer technisch berechneten Beherrschung des unvermeidlichen Verfalls.

Häufige Fragen

Was ist Korrosion?
Korrosion ist die unerwünschte Zerstörung eines Materials durch chemische oder elektrochemische Reaktionen mit Bestandteilen der Umgebung, wobei Metalle häufig ihre mechanischen Eigenschaften verlieren.
Wie entsteht Korrosion bei Metallen?
Korrosion entsteht, sobald Wasser und Sauerstoff freie Hand bekommen, was Oxidation verursacht. Sie kann auch entstehen, wenn zwei unterschiedliche Metalle in einer feuchten Umgebung einander berühren, was als galvanische Korrosion bezeichnet wird.
Welche Folgen hat Korrosion im Bauwesen?
Korrosion führt zu Materialverlust und schleichender Schwächung, etwa zum Verlust der Tragfähigkeit bei Brücken. Bei eisenhaltigen Metallen kann sie als poröse, voluminöse Masse auskristallisieren, die die Struktur von innen heraus zerrüttet.